Investive Maßnahmen
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Mit Aufnahme in das Förderprogramm Soziale Stadt und mit Beschluss der Stadtvertretung vom 05.02.2008 wurde die Satzung über die förmliche Festlegung des Sanierungsgebietes „Niederstraße / Gildenplatz“ erlassen. Damit wurde zugleich die Möglichkeit geschaffen, Projekte gezielt umzusetzen. Schwerpunkt der investiven Maßnahmen sind Vorhaben im Sanierungsgebiet, die sich durch weitere Projekte im gesamten Fördergebiet ergänzen.

Durch die investiven Maßnahmen werden die Wohn- und Lebensverhältnisse insbesondere baulich verbessert, die vorhandene städtische Nutzungsstruktur wird gesichert und gezielt weiterentwickelt.
Die im Rahmen des Förderprogramms gemeinsam mit der Stadtverwaltung und den Lütjenburgern entwickelten Projekte und Maßnahmen basieren auf den im Integrierten Entwicklungskonzept (unter „Programm Soziale Stadt/Integriertes Entwicklungskonzept“) genannten Zielen. Da sich das Fördergebiet Soziale Stadt beinah über das gesamte Stadtgebiet erstreckt, ist die Bewertung der festgestellten Konflikte und der Handlungsansatz zur Verbesserung der Situation punktuell und spezifisch zu betrachten.

Problemschwerpunkte und Handlungsansätze sind u.a.
- das Negativimage der Bereiche Niederstraße/Gildenplatz sowie Hindenburgstraße/Kieler Straße verbessern,
- bauliche Defizite der Gebäudesubstanz insbesondere in stark frequentierten Verkehrsbereichen beheben,
- den anhaltenden Modernisierungs- bzw. Instandsetzungsbedarf der vorhandenen Gebäudestrukturen, insbesondere der
Mehrfamilienhausbebauung der 50er und 60er Jahre durch die Unterstützung der Eigentümer vermindern,
- fehlende Infrastruktureinrichtungen insbesondere im kulturellen und sozialen Sektor herrichten und verstetigen,
- der zunehmenden Polarisierung einzelner Wohnbestände im Mehrfamilienhaussegment mit sozialer Schwerpunktkonzentration sowie
die Herausbildung von Bereichen mit erhöhter Anzahl an Nachbarschaftskonflikten entgegen wirken.

Die geplanten Vorhaben sind aufeinander abgestimmt und sollen gemeinsam die Verhältnisse in Lütjenburg positiv beeinflussen:
- die Integration der Gebiete Niederstraße/Gildenplatz sowie Hindenburgstraße/Kieler Straße in die Gesamtstadt,
- die bauliche und funktionale Anbindung der Innenstadt um den Markt an die angrenzenden Stadtbereiche, insbesondere die Schaffung
eines Verbundes zwischen Gildenplatz und Markt,
- die funktionale und gestalterische Aufwertung von Freiraumqualitäten/Verkehrsflächen des Gildenplatzes unter besonderer
Berücksichtigung der Anforderungen durch die verschiedenen Nutzungsinteressen,
- die Umgestaltung der Niederstraße unter Berücksichtigung der Belange von Fußgängern und des anliegenden Einzelhandels,
- der Erhalt und die Modernisierung der denkmalgeschützten Gebäude im Sanierungsgebiet Niederstraße/Gildenplatz,
- eine funktionale und gestalterische Aufwertung der öffentlichen und privaten Räume zur Verbesserung der Gesamtsituation.